Exkursion der 10. Klässler zum Sri Kamatchi Ampal Tempel

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Weltreligionen im Blick“ unternahmen Lernende der 10. Jahrgangsstufe der Sekundarschule Schloss Varenholz eine Exkursion zum Sri Kamatchi Ampal Tempel nach Hamm Uentrop. „An keinem Ort in Deutschland kann man die Spiritualität der hinduistischen Gemeinde Deutschlands intensiver erleben als im Sri Kamatchi Ampal Tempel, welcher einer der größten seiner Art in Europa ist“, so der didaktische Leiter Michael Meisel. „Multikulturelles Zusammenleben heißt auch, sich mit den spirituellen Wertesystemen der anderen auseinanderzusetzen.“ ergänzt Philosophielehrer Ricky Sagawe. So konnten die Lernenden viel über die Zusammenhänge baulicher und spiritueller Herausforderungen hinduistischer Tempelarchitektur erfahren. Die farbige Vielfalt der Götterdarstellungen und der Duft von Räucherstäbchen beeindruckte die Jugendlichen schon beim Betreten des Tempels. Beeindruckt waren die Jugendlichen auch von dem abschließenden Gottesdienst. In jedem Fall machte der Besuch Sri Kamatchi Ampal Tempels viele Jugendliche neugierig darauf, mehr über die Weltanschauung des Hinduismus zu erfahren.

Tage der freien Schulen – MdL Martina Hannen gibt Unterrichtsstunde in der Privaten Sekundarschule Schloss Varenholz

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Weltreligionen im Blick“ unternahmen Lernende der 10. Jahrgangsstufe der Sekundarschule Schloss Varenholz eine Exkursion zum Sri Kamatchi Ampal Tempel nach Hamm Uentrop. „An keinem Ort in Deutschland kann man die Spiritualität der hinduistischen Gemeinde Deutschlands intensiver erleben als im Sri Kamatchi Ampal Tempel, welcher einer der größten seiner Art in Europa ist“, so der didaktische Leiter Michael Meisel. „Multikulturelles Zusammenleben heißt auch, sich mit den spirituellen Wertesystemen der anderen auseinanderzusetzen.“ ergänzt Philosophielehrer Ricky Sagawe. So konnten die Lernenden viel über die Zusammenhänge baulicher und spiritueller Herausforderungen hinduistischer Tempelarchitektur erfahren. Die farbige Vielfalt der Götterdarstellungen und der Duft von Räucherstäbchen beeindruckte die Jugendlichen schon beim Betreten des Tempels. Beeindruckt waren die Jugendlichen auch von dem abschließenden Gottesdienst. In jedem Fall machte der Besuch Sri KamatchiIm Rahmen der „Tage der Freien Schulen NRW“ war die Landtagsabgeordnete Martina Hannen zu Gast in der Privaten Sekundarschule Schloss Varenholz, um dort eine Schulstunde in einer der drei 10. Klassen zu gestalten. Die dahinterstehende Idee ist, durch den direkten Kontakt Schülerinnen und Schüler für Politik zu begeistern und ihnen die Arbeit der Landtagsabgeordneten näher zu bringen. Gleichzeitig können sich die Landespolitiker ein Bild von den Sichtweisungen und Erfahrungen junger Menschen machen und sich über die pädagogische Arbeit und die besonderen Konzepte der Privatschulen informieren.

Die in Lage beheimatete Juristin Martina Hannen, die zudem Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für schulische Berufs- und Weiterbildung ist, präsentierte sich im Rahmen der 60-minütigen Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern sehr offen und verständlich in ihren Aussagen. Dies führte letztendlich zu einem regen Meinungsaustausch auf Augenhöhe, bei dem die 10. Klässler ihre Ansichten zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie dem Klimawandel, dem deutschen Bildungssystem oder der Fridays for Future-Bewegung engagiert vertraten und Erklärungen oder auch Verbesserungen von der Politik einforderten.

Martina Hannen zeigte sich abschließend beeindruckt von dem vielfältigen politischen Interesse und der Diskussionsfreudigkeit der Jugendlichen, die sich auch darin wiederspiegelte, dass am Ende der Schulstunde noch in der anschließenden Pause kontrovers weiter diskutiert wurde.

„Lernreise 2019“ der Carl von Ossietzky Universität macht Station auf Schloss Varenholz

Am Mittwoch, den 18.09.2019 besuchten 13 Studierende der Fakultät für Bildungs- und Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Schule und Juendhilfeinrichtung Schloss Varenholz. Die angehendenden Lehrer_Innen besuchten während der „Lernreise 2019“ verschiedenen Schulen, die durch ihre besondere Konzeption herausstechen. Im Rahmen ihres Besuches auf Schloss Varenholz konnten sie sich, unter anderem durch Unterrichtsbesuche und die Teilnahme an interdisziplinären Teambesprechungen, einen realitätsnahen Eindruck von der interdisziplinären Arbeit auf Schloss Varenholz machen.

Beeindruckt zeigten sich die Studenten sich von dem Klima der Wertschätzung und Ressourcenorientierung und dem souveränen und vertrauten Umgang mit den Schüler_innen. Neugierig machte der Besuch darauf, mehr von dem Konzept „Stärke statt Macht“ und dem Unterrichts- und Freizeitalltag der Jugendlichen zu erfahren. Abschließend bedankten sie sich für die Offenheit aller Lehrenden und Begleiter sowie dafür, einen Einblick in unterschiedliche Bereiche von Schule und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Varenholz bekommen zu haben.

70 Jahre Internat Schloss Varenholz

<p>Das Internat Schloss Varenholz feierte im Juni diesen Jahres
ein rundes Jubil&auml;um, denn vor genau 70 Jahren legte die P&auml;dagogin
und Erzieherin Elisabeth Engels auf Schloss Varenholz den Grundstein f&uuml;r die
heutige Jugendhilfeeinrichtung mit Internat.</p>
<p>Anl&auml;sslich dieses runden Geburtstages veranstaltete Schloss
Varenholz am 30. Juni ein gro&szlig;es Jubil&auml;umsfest. Eingebunden
in ein buntes Rahmenprogramm bot das Fest den G&auml;sten die Gelegenheit, die
Einrichtung Schloss Varenholz in ungezwungener Atmosph&auml;re kennen zu lernen und
mit der Familie einen unterhaltsamen und entspannten Sonntagnachmittag zu
verbringen. W&auml;hrend der Singer-Songwriter Isaak Guderian
f&uuml;r den guten Ton auf dem Jubil&auml;umsfest sorgte, konnten sich die Kinder und
Jugendlichen bei zahlreichen kostenlosen Aktions- und Mitmachangeboten nach
Herzenslust austoben. Zu den Highlights z&auml;hlten dabei unter anderem ein
Bungee-Run, eine Schleuderball-Arena, ein XXL Fu&szlig;balldart sowie Turm- bzw.
Kistenklettern. W&auml;hrend die Schlossk&uuml;che neben Getr&auml;nken Gelegenheit zu einem
kr&auml;ftigen Imbiss bot, wurden selbstverst&auml;ndlich auch F&uuml;hrungen durch die
R&auml;umlichkeiten der Einrichtung angeboten.</p>
<p><strong>Geschichte
des Internates Schloss Varenholz<br /></strong>Den Grundstein f&uuml;r das Internat Schloss
Varenholz legte Elisabeth Engels, 1892 in Schiltigheim/Elsass geboren, die nach
ihrer p&auml;dagogischen Ausbildung zun&auml;chst als Lehrerin und Erzieherin t&auml;tig war.
Nachdem sie bereits 1933 die erste Heimschule f&uuml;r M&auml;dchen in Bad Godesberg
gegr&uuml;ndet hatte, dr&auml;ngte es sie, nach dem Krieg wieder aktiv an der Bildung und
Erziehung junger Menschen arbeiten zu k&ouml;nnen. 1949 lie&szlig; sie sich deshalb als
Untermieterin der Filmgesellschaft UFA im Schloss Varenholz nieder, um dort ein
Studienheim f&uuml;r M&auml;dchen zu betreiben, die infolge der Nachkriegsn&ouml;te keine
ausreichende und abschlie&szlig;ende Schulbildung erhalten hatten. Aus diesen Anf&auml;ngen
entwickelte sich schlie&szlig;lich neben dem Internat eine weder konfessionell noch
ideologisch gepr&auml;gte private Realschule f&uuml;r Jungen und M&auml;dchen, die im Oktober
1951 die Anerkennung als staatliche Ersatzschule erhielt. </p>
<p>Nachdem das
Internat seit dieser Zeit ausschlie&szlig;lich Privatzahlern vorbehalten war, hielt
mit der &Uuml;bernahme der Einrichtung durch den Diplomp&auml;dagogen W. Ulrich Blauschek
im Jahr 1994 auch der Bereich der Kinder- und Jugendhilfe Einzug in das Schloss
Varenholz. W&auml;hrend sich das Privatschulinternat in den darauf folgenden Jahren im
Rahmen der privat finanzierten Internatsunterbringung von Kindern und
Jugendlichen bundesweit einen Namen machen konnte, gewann auch der
Jugendhilfesektor unter dem Namen Grabbe-Internat Schloss Varenholz weiter an
Profil. Die &uuml;ber die Jahre immer intensiver werdende p&auml;dagogische
Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen f&uuml;hrte schlie&szlig;lich im September 2013
zur Fusion von Privatschulinternat und Grabbe-Internat zur heutigen Jugendhilfeeinrichtung
mit Internat Schloss Varenholz. Mit Beginn des
Schuljahres 2013/2014 nahm auf Schloss Varenholz zudem die neue private
Sekundarschule in Ganztagsform den Schulbetrieb auf, wohingegen die 1951
gegr&uuml;ndete private Realschule im Jahr 2017 ausgelaufen ist. </p>
<p>Im Mai 2014
verstirbt nach langer schwerer Krankheit W. Ulrich Blauschek, der langj&auml;hrige
Tr&auml;ger von Schule und Internat, im Alter von 68 Jahren. Seitdem wird die Einrichtung,
die mittlerweile vorrangig im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe t&auml;tig ist, von
seinen S&ouml;hnen Thomas Blauschek und Frederic Blauschek als gesch&auml;ftsf&uuml;hrende
Gesellschafter geleitet.</p>

Großes Schülerforum 2019: Schüler der Fachinstitute Blauschek verabschieden ihr „Grundgesetz“

Seit 70 Jahren bildet das Grundgesetz die rechtliche und politische Grundordnung der Bundesrepublik. Jetzt verfügen auch die Schülerinnen und Schüler der Fachinstitute Blauschek über eine Vereinbarung, die das Zusammenleben mit allen Rechten und Pflichten regelt. Am 25. Mai 2019 fand zum insgesamt vierten Mal das „Große Schülerforum“ auf Schloss Varenholz statt, auf dem diese vom Schülerparlament und vom Arbeitskreis Partizipation erarbeitete Vereinbarung allen 250 Schülerinnen und Schülern aus den Einrichtungen und Schulen der Fachinstitute Blauschek präsentiert wurde.

Im Rahmen von Beteiligungsverfahren von Kindern und Jugendlichen innerhalb der Einrichtungen der Fachinstitute Blauschek wurde bereits 2012 ein Schülerparlament gegründet, dem gewählte Vertreter aus der Schülerschaft der Jugendhilfeeinrichtungen bzw. Internate Schloss Varenholz im Kalletal und Gut Böddeken in Büren-Wewelsburg sowie der Wohngemeinschaften Grabbe-WG in Detmold, Haus Ulrich in Büren und Haus Meinulf in Wewelsburg angehören. Die Mitglieder des Schülerparlaments halten gemeinsam mit dem Arbeitskreis Partizipation regelmäßige Treffen ab, um aktuelle Themen zu bearbeiten und gemeinsam zu überlegen, welche Anliegen im Bereich von Partizipation und Mitbestimmung bestehen und wie diese weiterentwickelt und umgesetzt werden können. Alle zwei Jahre findet ein „Großes Schülerforum“ statt, bei dem das Parlament die Ergebnisse seiner Arbeit präsentiert, aber auch Anregungen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen aus den oben genannten Einrichtungen sammelt und anschließend weiter bearbeitet.

Die auf dem „Großen Schülerforum“ in einem von den Parlamentariern produzierten Filmbeitrag präsentierte Vereinbarung des Zusammenlebens umfasst die fünf Lebensbereiche Gemeinschaft, Gesundheit, Schule/Bildung, Freizeit und Medien. Während Artikel 11 im Bereich Schule/Bildung zum Beispiel das Recht auf ungestörtes und ruhiges Lernen beinhaltet, findet sich unter dem Punkt Gemeinschaft in Artikel 2 beispielsweise folgende Übereinkunft: Das Leben in der Gemeinschaft ist geprägt von gegenseitiger Rücksichtnahme. Die insgesamt 20 Artikel umfassende Vereinbarung bildet zukünftig die Präambel für alle in den einzelnen Einrichtungen bestehenden Schul- und Hausordnungen.

Im Rahmen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen der Fachinstitute hatten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des  Schülerforums zudem die Gelegenheit, aus ihren Reihen eigene Beschwerdemanager zu wählen. Diese werden zukünftig alle Anregungen und Beschwerden aus der Schülerschaft erfassen, die Bearbeitung garantieren, Rückmeldungen geben und gegebenenfalls Lösungen für die Behebung des Beschwerdegegenstands entwickeln.

Im Nachmittagsbereich konnten sich die Schülerinnen und Schüler bei den Highland-Games auf dem Sportplatz austoben, bevor zum Abschluss der Veranstaltung noch die gewählten Beschwerdemanager verkündet und vorgestellt wurden.

„Vereinbarung über das Zusammenleben in den Einrichtungen der Fachinstitute Blauschek“ zum Download als PDF-Datei.

Fachtag auf Schloss Varenholz zum Thema „Traumapädagogik in der Jugendhilfe“

Am 10.05.2019 veranstaltete Schloss Varenholz für die pädagogischen Fachkräfte aus der Einrichtung, aber auch für das Lehrerkollegium der Sekundarschule einen Fachtag zum Thema „Traumapädagogik in der Jugendhilfe“. Mit dem Begriff Traumapädagogik  werden die pädagogischen Ansätze und Methoden bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, insbesondere in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, bezeichnet. Ziel der Traumapädagogik ist die emotionale und soziale Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen, wobei die Schaffung eines sicheren Ortes mit verlässlichen Beziehungen, der Aufbau von Vertrauen und die Unterstützung bei der Bewältigung der traumatischen Ereignisse eine wichtige Rolle spielen.

Als Experte und Fachreferent fungierte auf der Veranstaltung Dipl. Psychologe und Psychotherapeut Oliver Hardenberg. In seinem Vortrag stellte er zunächst den Unterschied zwischen Beziehung und Bindung heraus, um im Anschluss näher auf die Bedeutung von Bindung und die Ausdrucksformen von Bindungsstörungen einzugehen. Diesen Ausführungen schloss sich in eine Klärung des Begriffs Trauma an. Oliver Hardenberg skizzierte mögliche Formen traumatischer Erfahrungen und ging dann näher auf die Bedeutung der Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen und des Übergangs in die Jugendhilfe ein. Im Anschluss wurde der Schwerpunkt auf den Umgang mit traumabedingten Verhaltensauffälligkeiten im pädagogischen Alltag gelegt. Dafür wurden zum Praxisbezug das Konzept des guten Grundes, das Konzept hilfreicher Haltungen, das Konzept der kritischen Distanzierung und das Konzept der Biografieklärung vorgestellt.

Vortrag von Oliver Hardenberg als PDF zum Download.

Boys and Girls Day 2019

Am Donnerstag, den 28.03.2019 nahmen fünf Schüler des Jahrgangs 7 am Boys and Girls Day teil. Max, Alexander, Tassilo, Alexander und Jonas unterstützten an diesem Tag ortsansässige Betriebe tatkräftig. Sie konnten Einblicke in die vielfältige Arbeitswelt in und um Varenholz gewinnen, wie zum Beispiel in einer Gärtnerei, bei einem Tierarzt oder bei einem Friseur. Alle Schüler erzählten begeistert von ihrem Arbeitstag. „Die Arbeit hier macht viel Spaß und die Menschen hier sind sehr nett!“ freute sich Max, der bei der Dorfgemeinschaft Elfenborn der Lebenshilfe Lemgo reinschnuppern durfte.

Private Sekundarschule Schloss Varenholz senkt Elternbeiträge für Tagesschüler

Um unabhängig von den Einkommensverhältnissen der Eltern mehr Schülerinnen und Schülern den Besuch der Privaten Sekundarschule Schloss Varenholz zu ermöglichen, ist ein Besuch der Schule für Neuanmeldungen ab dem 01. März 2019 nun schon ab einem Elternbeitrag von 180,00 Euro monatlich möglich. Hiervon können interessierte Eltern und Schüler aus einem Umkreis von ca. 35 km um Varenholz herum profitieren, da der Einzugsbereich für Tagesschüler nicht nur bis nach Vlotho oder Rinteln, sondern darüber hinaus bis nach Minden im Norden, Herford im Westen, Hameln im Osten und Lemgo im Süden reicht. Zur Verpflegung der Tagesschüler zählt neben der Versorgung mit Schulobst im Vormittagsbereich auch von montags bis freitags ein abwechslungsreiches, selbst zubereitetes  Mittagessen.

Die Private  Sekundarschule Schloss Varenholz, eine Ganztagsschule des Gemeinsamen Lernens, befindet sich auf dem Gelände des Schlosses Varenholz im lippischen Kalletal. Angeschlossen an die staatlich genehmige Ersatzschule ist die Jugendhilfeeinrichtung mit Internat Schloss Varenholz. Die Sekundarschule arbeitet mit einem passgenauen schul- und erziehungspädagogischen Konzept, von dem besonders Schülerinnen und Schüler mit ADHS, Autismus, Teilleistungsschwächen, sonderpädagogischem Förderbedarf oder sonstigen Lernund Leistungsdefiziten profitieren. Durch die intensive Betreuung und die überwiegend sehr kleinen Klassen können die Lehrkräfte jedem Kind eine individuelle und seinen persönlichen Ressourcen entsprechende Förderung zukommen lassen. Hausaufgaben werden in der Regel nicht aufgegeben, da die Schülerinnen und Schüler diese im Rahmen des Ganztagsunterrichts bis 15.20 Uhr schon während der Schulzeit erledigt haben. Wie die Kinder und Jugendlichen aus der Jugendhilfeeinrichtung mit Internat tragen auch die Tagesschüler/-innen während der Schulzeit eine einheitliche Schuloberbekleidung.

Fachtag auf Schloss Varenholz zum Thema „Stärke statt Macht – Neue Autorität durch Beziehung“

Unter der Leitung von Dennis Haase, Diplom-Sozialpädagoge und Lehrtherapeut am IF Weinheim, Institut für Systemische Ausbildung & Entwicklung, veranstaltete Schloss Varenholz im Februar 2018 einen Fachtag für alle pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema „Präsente Stärke statt Macht – Einführung in die Methoden und Haltungen der professionellen Präsenz & Neuen Autorität“.  Ziel war es, die die wesentlichen Inhalte, Grundhaltungen und Interventionen der „Neuen Autorität“ und des „Gewaltlosen Widerstandes“ in der Erziehung kennenzulernen und anhand von Erfahrungsbeispielen der Teilnehmenden zu reflektieren.

Häufig werden die Lehr- und Fachkräfte in Schule und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Varenholz mit auffälligen und auch gewalttätigen Verhaltensweisen der von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen konfrontiert. Die verantwortlichen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Eltern sind mitunter ratlos, wie sie auf diese Verhaltensweisen kompetent reagieren sollen oder geraten in eskalierende Machtkämpfe, die zu weiterer Verzweiflung und Ohnmacht führen können. Auch die herkömmlichen Mittel und Trainingskonzepte geraten im Umgang mit hocheskalierten Systemen an ihre Grenzen.

Haim Omer, Professor für Psychologie an der Universität Tel Aviv, hat in diesem Zusammenhang das Konzept der „Neuen Autorität“ bzw. des „Gewaltlosen Widerstandes“ entwickelt. Es findet als systemischer Ansatz immer mehr Verbreitung in Schulen sowie in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Es bietet neue Wege für diejenigen, die mit „auffälligen“ Kindern und Jugendlichen und deren Familien arbeiten. Das Konzept beschreibt die Notwendigkeit, Autorität neu zu definieren und den verantwortlichen Erziehungspersonen Mittel an die Hand zu geben, um unter anderem Regeln aufzustellen und deren Einhaltung wertschätzend aufrechterhalten zu können. Die Betroffenen lernen, die entstandenen Eskalationsprozesse zu erkennen und aus diesen auszusteigen, deeskalierend und beziehungsfördernd vorzugehen und anhand der Interventionsmöglichkeiten der „Neuen Autorität“ neue Möglichkeiten in der Entwicklung tragfähiger Beziehungen zu entwickeln.

Interdisziplinärer Fachtag auf Schloss Varenholz

Pro Schulhalbjahr findet für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Schule und Jugendhilfeeinrichtung mit Internat Schloss Varenholz ein gemeinsamer Fachtag statt, um sich untereinander auszutauschen oder zu einem aktuellen pädagogischen Schwerpunktthema weiter zu bilden. Im November 2018 widmete sich der Fachtag dem Thema „Du erklärst mir deine Welt. – Ich erklär dir meine Welt.“ Ziel war es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Schule und Einrichtung weiter zu verbessern, indem Vertreter/innen aus beiden Abteilungen vertiefende Einblicke in ihre Arbeitsweisen und Arbeitsstrukturen gewährten.

In Form von Workshops wurden folgende Themen angeboten:

1. ELDIB (Entwicklungstherapeutischer/entwicklungspädagogischer Lernziel-Diagnose-Bogen): Einführung in die Verfahrensweise von ELDIB, dem Diagnoseverfahren zur sozialen und emotionalen Entwicklung.

2. AOSF (Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung): Grundzüge der AOSF. Welche Fördermöglichkeiten bestehen in Schloss Varenholz für Kinder und Jugendliche mit AOSF. Abgrenzung von AOSF gegenüber anderen Förderschwerpunkten. Wo liegen die Grenzen von AOSF?

3. Lehrer- und Schülereinschätzbögen: Einführung in die Arbeitsweise. Ausfüllen der Bögen anhand von Fallbeispielen. Verwendung des Manuals. Umrechnung der Beurteilungsskala in Textbauscheine. Nutzung des Berichtswesens.

4. Shaknado vs. Schulsozialarbeit: Die Arbeit in der Schulsozialarbeit innerhalb der Sekundarschule. Herausforderungen, Verfahrenswege, Chancen.

5. Vorstellung der Schlossklasse: Einführung in die Arbeit mit Scoyo Scoyo, der Online-Lernplattform für Schüler/innen der Klassen 1-7.

6. SBW und sonstige Betreuungsformen: Einführung in die Arbeit im Sozialpädagogisch Betreuten Wohnen bzw. in sonstige Betreuungsformen.

7. Jugendhilfearbeit: Klärung von Begriffen, Paragrafen, gesetzlichen Vorgaben, Arbeitsweisen.

8. Open Space Raum: Ideenfabrik, Möglichkeit des internen Austausches, Ausprobieren von Lernspielen und Fördermaterialien.

Da es sich bei der Sekundarschule um eine Schule des gemeinsamen Lernens handelt, stießen bei den Mitarbeiter/innen aus dem Erziehungsdienst natürlich besonders die schulischen Fördermöglichkeiten für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf großes Interesse. Seit Beginn dieses Schuljahres arbeitet die Schule zudem im Hinblick auf die Diagnose des sozialen und emotionalen Entwicklungsstandes eines Förderschülers mit dem entwicklungstherapeutischen/entwicklungspädagogischen Lernziel-Diagnose-Bogen (ELDIB), so dass auch zu diesem Thema ein eigener Workshop angeboten wurde. Alle Workshops wurden über den Tag verteilt 4 – 5 mal angeboten, so dass jeder Mitarbeiter/in die Gelegenheit hatte, sein Wissensspektrum in den unterschiedlichsten Bereichen zu erweitern.