Sommerfest und Partizipationsforum auf Schloss Varenholz

Am Sonntag, den 21. Juni 2026, ist es wieder so weit: Schloss Varenholz feiert von 11:00 bis 17:00 Uhr sein traditionelles Schlossfest, das in diesem Jahr auch ein großes Partizipationsforum aller Bewohner*innen der Einrichtungen der Fachinstitute Blauschek beinhaltet.

Das Fest bietet die perfekte Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und Kennenlernen: Eltern, unsere jungen Menschen, ehemalige Bewohner*innen bzw. Mitarbeitende, Lehrer*innen, Betreuer*innen — oder einfach Menschen, die durch Ihre Zeit in Varenholz miteinander verbunden sind. Gemeinsam Erfahrungen und Erinnerungen austauschen, lachen und einen schönen Tag verbringen — genau darum geht’s.

Für ein abwechslungsreiches Programm sorgen die jungen Menschen unserer Einrichtung gemeinsam mit den Mitarbeitenden; ein bunter Mix aus Musik, Sport, Spiel und Mitmachaktionen für Groß und Klein. Besonders alle Kinder und Jugendlichen können sich auf viele kreative und aktive Angebote freuen. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Studien- und Gedenkfahrt nach Auschwitz und Krakau

Erstmalig als Pilotprojekt durchgeführt, reisten zwölf Schüler*innen des Jahrgangs 10 nach Oświęcim (Auschwitz) und Krakau. Ziel der Studien- und Gedenkfahrt war es, sich intensiv mit der Geschichte des Holocaust auseinanderzusetzen und zentrale Werte wie Verantwortung, Menschlichkeit und Empathie zu stärken.

Bereits zu Beginn wurde deutlich, wie eindrucksvoll und bewegend die Erfahrungen vor Ort sind. Besonders die Besuche der Gedenkstätten Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau, Workshops sowie gemeinsame Reflexionsrunden prägten die Tage nachhaltig. Auch die Begegnung mit einer Zeitzeugin sowie der Aufenthalt in Krakau eröffneten den Schüler*innen neue Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstreichen die besondere Bedeutung dieser Fahrt:
„Die Fahrt hat mir die Augen geöffnet, wie wir miteinander umgehen sollten, damit sich so etwas nie wiederholt.“ ( R.,  Schülerin aus der Klasse 10E).
„Ich bin an dieser Fahrt mental gewachsen und kann sie jedem weiterempfehlen – besonders, um Empathie zu entwickeln. Der Aufenthalt in Krakau hat zudem unfassbar viel Spaß gemacht.“ ( J., Schülerin aus der Klasse 10E).

Ein besonderer Dank gilt der Stätte der Begegnung Vlotho, die maßgeblich an der Organisation und Durchführung beteiligt war.
Für Schloss Varenholz steht fest: Dieses Bildungsangebot war ein voller Erfolg. Die Fahrt hat gezeigt, wie wichtig es ist, historische Verantwortung erlebbar zu machen und junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken.

„Nacht der Ausbildung“ am 26. März 2026 auf Schloss Varenholz

Im Rahmen der von der Kreiswirtschaftsförderung Lippe initiierten Veranstaltung „Nacht der Ausbildung“ öffnet Schloss Varenholz am 26. März 2026 in der Zeit von 16.00 – 20.00 Uhr seine Türen und Tore für Ausbildungsinteressierte. Ganz unkompliziert und ohne Vorgabe eines Programms.

Interessierten Schüler*innen, junge Erwachsenen sowie deren Eltern, aber auch ganz allgemein Interessierten bieten wir an diesem Tag die Gelegenheit, sich über unser Jugendhilfeeinrichtung, die Ausbildungsmöglichkeiten im pädagischen, handwerklichen und verwaltungstechnischen Bereich sowie die große Bandbreite an möglichen Praktika direkt vor Ort zu informieren. Fachkräfte und Personalverantwortliche stehen allen Interessierten an diesem Tag für ungezwungene Gespräche zur Verfügung. Auch kurze Führungen durch die Einrichtung sind möglich.

Ausbildungsinteressierte haben die Chance, Schloss Varenholz ganz frei und ungezwungen zu besuchen und sich ein umfassendes Bild von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz zu machen.
Der Eindruck, den sie sich an diesem Tag verschaffen können, geht dabei weit über die reine Information hinaus: Zu sehen, wo und mit wem sie im Unternehmen arbeiten und was sie als Auszubildende oder Praktikant*innen im Unternehmen erwartet, kann zur Entscheidungsfindung für das richtige Unternehmen entscheidend beitragen.

Jetzt anschauen: ADHS verstehen – Schloss Varenholz im Fokus der PULS Reportage

Im Rahmen des Reportageformats PULS des Bayerischen Rundfunks war ein Filmteam zu Gast auf Schloss Varenholz, um den besonderen pädagogischen Umgang mit jungen Menschen mit ADHS zu beleuchten.

Ausgangspunkt der Reportage war die allgemeine Erfahrung, dass viele Schüler*innen mit ADHS im Regelbetrieb großer Schulen nicht ausreichend wahrgenommen werden und dadurch in ihrer Entwicklung zurückbleiben. Schloss Varenholz zeigt einen alternativen Weg: individuelle Förderung, Beziehungsarbeit und ein pädagogisches Umfeld, das auf die besonderen Bedürfnisse der jungen Menschen eingeht.

Im Mittelpunkt der Reportage steht der 15-jährige Fabian, der mit ADHS lebt. Zwei Tage lang wurde er von Reporter Kevin Ebert begleitet, der selbst ADHS hat. Dabei erhielt das Filmteam authentische Einblicke in Fabians Alltag – vom Schulunterricht über die Freizeit bis hin zur begleitenden Neurofeedback-Therapie, einem neuropsychologischen Trainingsverfahren zur positiven Beeinflussung von Hirnaktivitäten.

Darüber hinaus begleitet die Reportage eine Lehrkraft im Unterricht, lässt sie von ihren Erfahrungen berichten und zeigt, wie individuelle pädagogische Konzepte im Schulalltag umgesetzt werden. Ein besonderer Perspektivwechsel entsteht, als Reporter Kevin selbst eine Unterrichtsstunde vorbereitet und durchführt, die anschließend fachlich reflektiert wird.

Die PULS Reportage, die einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit ADHS, Schule und Jugendhilfe leistet, kann ab sofort auf YouTube unter @pulsreportage oder in der ARD-Mediathek angeschaut werden.

Ein festlicher Abend voller Genuss und Gemeinschaft – Candle-Light-Dinner auf Schloss Varenholz

Am 05. Februar 2026, einen Tag vor der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse, fand auf Schloss Varenholz wieder das traditionelle Candle-Light-Dinner statt. In den historischen Speisesälen des Schlosses erlebten Schüler*innen der Sekundarschule sowie Mitarbeitende der Einrichtung einen stimmungsvollen und feierlichen Abend.

Dem besonderen Anlass entsprechend erschienen alle Gäste in eleganter Abendgarderobe und sorgten so für ein beeindruckendes Ambiente aus Kerzenschein, festlicher Atmosphäre und Gemeinschaftsgefühl.

Kulinarisch verwöhnte Chefkoch Florian Lenthe die Anwesenden mit einem exquisiten Galamenü:

  • Karibische Curry-Kokos-Suppe als Vorspeise

  • Putensteak auf Kichererbsengemüse mit Mango-Tomatensauce und Basmatireis

  • Vegetarisches Kichererbsenragout mit Mango-Tomatensauce und Basmatireis

  • Karibische Joghurtmousse zum Dessert

Im Anschluss an das Dinner wurde im Forum der Sekundarschule ausgelassen gefeiert und getanzt. Der Abend klang in fröhlicher Stimmung aus und stärkte einmal mehr den Zusammenhalt innerhalb der Schlossgemeinschaft.

Mit guter Laune, gefüllten Mägen und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl blicken alle Beteiligten nun motiviert auf die kommenden schulischen und pädagogischen Herausforderungen.

Leben in Wohngruppen der Jugendhilfe – sichtbar, ehrlich, berührend

Zentrales Ziel der Jugendhilfe in stationären Wohngruppen ist es, jungen Menschen einen sicheren und stabilen Lebensraum zu bieten. Verlässliche Beziehungen, emotionale Entwicklung sowie die Stärkung von Identität, Selbstwert und sozialer Teilhabe stehen dabei im Mittelpunkt. Junge Menschen sollen Anerkennung erfahren, mitbestimmen können und schrittweise auf ein selbstständiges Leben vorbereitet werden. Doch wie wirken sich familiäre Belastungen und biografische Brüche auf das Verhalten und die emotionale Entwicklung aus? Welche Rolle spielen Unsicherheiten, Ängste und der Wunsch nach einem „normalen Leben“?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Fachtag der Fachinstitute Blauschek im Kino Rinteln. Pädagogische Fachkräfte, Bewohner*innen der Jugendhilfeeinrichtungen sowie Gäste aus Bildung und Erziehung kamen mit dem Regisseur Stefan Sick ins Gespräch. Zur Einführung wurde der Dokumentarfilm „Das fast normale Leben“ gezeigt. Der Film begleitet vier Mädchen in einer Wohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. Getrennt von ihren Eltern ringen sie um Selbstliebe, Anerkennung, Selbstbestimmung und Geborgenheit. Ohne Schuldzuweisungen gibt der Film einen authentischen Einblick in den Alltag der Jugendhilfe – einen Alltag, der nicht immer reibungslos verläuft, in dem jedoch tragfähige Beziehungen und Schutzräume entstehen können.

In der anschließenden Diskussion berichtete Stefan Sick ausführlich über die Entstehung des Films, die 85 Tage andauernden Dreharbeiten sowie über seine Erfahrungen mit den jungen Menschen, den pädagogischen Fachkräften, den Eltern und dem zuständigen Jugendamt. Intensiv diskutiert wurde zudem das Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz in der Jugendhilfe – ein Balanceakt zwischen empathischer Beziehungsarbeit und professioneller Abgrenzung. Abschließend betonte Sick, dass es ihm mit dem Film vor allem darum gehe, das Leben junger Menschen in stationären Wohngruppen sichtbar zu machen, ihnen eine Stimme zu geben und sie in ihrer Realität ernst zu nehmen.

Der Fachtag bot wertvolle Impulse, Raum für Austausch und neue Perspektiven auf eine Jugendhilfe, die Beziehung lebt und Entwicklung ermöglicht.


Weihnachtsmarkt auf Schloss Varenholz – Ein stimmungsvoller Start in die Adventszeit

Am ersten Adventswochenende verwandelte sich das historische Schloss Varenholz in eine festliche Kulisse für einen liebevoll gestalteten Weihnachtsmarkt. Eingeladen waren alle jungen Menschen der Einrichtung, ihre Eltern sowie Mitarbeitende – und viele folgten der Einladung, um gemeinsam eine besondere vorweihnachtliche Atmosphäre zu genießen.

Der festlich dekorierte Innenhof und die angrenzenden Räumlichkeiten boten bei trockenem Winterwetter den perfekten Rahmen für Begegnungen und anregende Gespräche. In dieser warmen, gemeinschaftlichen Stimmung konnten neue Kontakte geknüpft und das Miteinander gestärkt werden.

Besonders viel Herzblut steckte in den Ständen der Kinder und Jugendlichen: Wochenlang hatten sie gebastelt, gebacken und ihre Ideen verwirklicht. So entstand ein vielfältiges Angebot aus selbstgemachten Dekorationsartikeln, Geschenkideen und köstlichem Weihnachtsgebäck – alles liebevoll präsentiert und mit sichtbarer Freude verkauft.

Der Weihnachtsmarkt auf Schloss Varenholz war damit nicht nur ein schöner Auftakt in die Adventszeit, sondern auch ein wunderbares Beispiel für gelebte Gemeinschaft und Kreativität.

Segeltörn auf dem Ijsselmeer

Im September machten sich 40 Schüler*innen der Jahrgänge 7–10 der Sekundarschule Schloss Varenholz auf den Weg zu einem einwöchigen Segeltörn auf dem Ijsselmeer an der holländischen Nordseeküste.

Das Ziel dieser besonderen Fahrt war es, Werte wie Solidarität, Teamfähigkeit, Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme zu stärken – Eigenschaften, die sich auf einem Schiff, wo Rückzugsmöglichkeiten begrenzt sind, besonders gut einüben lassen.

Die Jugendlichen meisterten gemeinsam das Leben an Bord: von der täglichen Arbeit an Deck über die Zubereitung von Mahlzeiten bis hin zu Spiel und Spaß im Team. So konnten sie ihre sozialen Kompetenzen auf natürliche Weise und ohne erhobenen Zeigefinger erweitern.

Neben den gemeinsamen Herausforderungen blieb bei bestem Segelwetter auch genügend Zeit, um die Natur zu genießen, frischen Meereswind zu atmen und die Seele baumeln zu lassen.

Reit-AG auf Schloss Varenholz: Mehr als nur Reiten

Seit 2018 fahren einmal wöchentlich bis zu acht junge Menschen aus der Jugendhilfeeinrichtung Schloss Varenholz zum Reiterhof der Familie Schulze-Brandt in Hohenrode. Dort erhalten sie qualifizierten Reitunterricht nach den Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Doch das Programm umfasst weit mehr als das Reiten selbst: Pflege der Pferde, Bodenarbeit, ein fairer und respektvoller Umgang mit den Tieren sowie gemeinsame Ausritte in die Natur gehören ebenso dazu. Das Medium Pferd ermöglicht den Jugendlichen dabei einen besonderen Zugang – zu den Tieren, zur Natur und nicht zuletzt zu sich selbst.

Die Reit-AG fördert wichtige Entwicklungsbereiche wie emotionale Stabilität, soziale Kompetenz, motorische Fähigkeiten und Selbstvertrauen. Viele junge Menschen haben hier bereits die Grundlagen des Reitens erlernt, erste Reiterfahrungen gesammelt oder ihre reiterlichen Fähigkeiten weiter ausgebaut.

👉 Ein Angebot, das Freude bereitet und nachhaltig wirkt – ganz im Sinne einer ganzheitlichen Förderung.

„Im Prinzip Familie“ – Kinoevent im Rahmen der Woche der Erziehungshilfe

Unter dem Motto „Wir gestalten Zukunft“ findet vom 01.–05.09.2025 die Woche der Erziehungshilfe dezentral in ganz NRW statt.
Im Rahmen dieser Initiative lädt die Kooperation Jugendhilfe Lippe am 05.09.2025 in die Filmwelt Lippe in Lage ein. Gezeigt wird der preisgekrönte Dokumentarfilm „Im Prinzip Familie“ von Regisseur Daniel Abma.

Der Film gibt einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag einer Wohngruppe: Drei Erzieher*innen leben mit fünf Jungen in einem Haus am See. Aus den unterschiedlichsten Gründen können die Kinder nicht bei ihren Familien bleiben. Gemeinsam wird versucht, den Alltag zu gestalten, Beziehungen zu stärken und neue Perspektiven zu eröffnen.

Im Anschluss an die Vorführung findet eine Diskussionsrunde mit Regisseur Daniel Abma und geladenen Gästen statt – darunter pädagogische Fachkräfte aus der stationären Jugendhilfe, Auszubildende aus vier regionalen Fachschulen sowie Vertretende der fünf lippischen Jugendämter.

📅 Datum: 05.09.2025
📍 Ort: Filmwelt Lippe, Lage